Google for Jobs: kostenlos in die weltgrößte Jobbörse inserieren
Alles was du über Googles Stellenbörse wissen musst
Da derzeit rund 73 % der Jobsuchen bei Google gestartet werden, ist es nicht verwunderlich, dass es sich bei Googles neuester Innovation um ein neues Jobportal handelt. Google for Jobs ist bereits seit Mai 2019 in Deutschland und weiteren Ländern verfügbar und feiert dort große Erfolge. Seit April 2021 ist es auch in Österreich angekommen
1. Was ist Google for Jobs?
Google for Jobs (Jobs on Google search) ist eine vertikale Suchmaschine und keine eigenes Stellenportal. Jobs können daher nicht direkt auf Google geschaltet werden.
Wie bei Tools von Google generell, handelt es sich auch bei Google for Jobs um ein Tool zum Suchen und Filtern. Dabei werden sämtliche im Netz verfügbaren Stellenausschreibungen von verschiedenen Jobbörsen und Netzwerken herangezogen. Diese werden als sogenannte Enriched Search Results vor den normalen Suchergebnissen angezeigt.
Das bedeutet: Nach einer Suchanfrage erscheinen offene Positionen direkt über allen anderen Suchergebnissen in einer blauen Box. Auf Mobilgeräten füllt dieser Container sogar den ganzen Bildschirm.

Werden Stellenportale wie Karriere, Stepstone & Co. noch gebraucht?
Google for Jobs durchforstet alle Portale und Unternehmenswebseiten und listet die Jobs auf – ähnlich wie Google Shopping Artikel von mehreren Anbietern zeigt. Ohne Stellenportale hätte auch Google weniger Futter für die Weiterverarbeitung. Google for Jobs steht also nicht unbedingt in direkter Konkurrenz zu bestehenden Jobportalen.
Im Screen gut ersichtlich: Die wichtigsten Jobportale Österreichs können auch separat angewählt werden. Darüber hinaus wird ist bei der Ergebnisliste sofort ersichtlich, über welches Portal der Job angeboten wird.


2. Wie funktioniert Google for Jobs?
Der Algorithmus von Google for Jobs benötigt strukturierte Daten, um Stellenanzeigen zu erkennen und darzustellen. Dabei werden im Quellcode die wichtigsten Parameter extra ausgezeichnet – zum Beispiel Jobtitel, Jobbeschreibung, Einsatzort, Unternehmen, Beschäftigungsausmaß und vieles mehr.
Im Allgemeinen gilt: Je detaillierter und vollständiger die Jobanzeige ist, desto besser ist auch die Sichtbarkeit. Und: Eine höhere Platzierung kann man sich nicht erkaufen – sie muss durch gute Inhalte erarbeitet werden.
3. Welche Vorteile bringt Google for Jobs?
Für Bewerber:innen
Bewerber:innen müssen sich nicht mehr durch verschiedenste Jobportale klicken – eine Google-Suche reicht. Google wertet das Suchverhalten der User:innen aus und zeigt die relevantesten Stellen ganz oben. Jobs, die nicht zum Profil oder zum Wohnort passen, werden erst gar nicht angezeigt. Das spart beiden Seiten Zeit.
Für Unternehmen
Was für Arbeitnehmer:innen gut ist, bringt auch Arbeitgeber:innen einen Mehrwert:
- Gute Sichtbarkeit in den Google Suchergebnissen – kostenlos
- Passendere Bewerbungen, weil Kandidat:innen detaillierter filtern können
- Kürzere Time-To-Hire: schneller ans Ziel
4. Wie optimiere ich meine Stellenanzeige?
Damit deine Jobangebote von Google automatisch gefunden und gut gereiht werden, musst du bei der Aufbereitung einiges beachten. Hier die wichtigsten Stellschrauben:
Stellentitel
Der Jobtitel ist das wichtigste Rankingkriterium. Die Regel: Klarheit schlägt Kreativität.
- 35–50 Zeichen Länge anstreben
- Nur den konkreten Jobtitel verwenden – keine Sonderzeichen wie !!! oder **
- Kein m/w/d, keine Jobcodes, Gehaltsangaben oder Firmennamen im Titel
- Branchenüblichen Jargon nutzen – was würde ein Bewerber suchen?
Einsatzort
Google bevorzugt regionale Treffer und zeigt Bewerbern primär Jobs in ihrer Nähe. Deshalb:
- Immer die vollständige Adresse angeben (Straße, PLZ, Ort) und via Google Maps prüfen
- Pro Standort eine eigene Anzeige schalten – nie mehrere Städte in einer Anzeige
- Bei Homeoffice-Jobs: jobLocationType: TELECOMMUTE im Schema.org angeben
Strukturierte Daten (Schema.org)
Das ist der technische Kern der Google-for-Jobs-Optimierung. Ohne korrekte strukturierte Daten nach schema.org/JobPosting erkennt Google die Stelle gar nicht erst. Diese Felder sind Pflicht:
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| title | Jobtitel |
| description | Vollständige Stellenbeschreibung |
| datePosted | Datum der Veröffentlichung |
| hiringOrganization | Name und URL des Unternehmens |
| jobLocation | Arbeitsort mit vollständiger Adresse |
Zusätzlich empfohlen (verbessern das Ranking):
- baseSalary – Gehaltsangabe
- employmentType – Vollzeit, Teilzeit etc.
- validThrough – Bewerbungsfrist
- workHours – Wochenstunden / Kernzeiten
Für WordPress-Nutzer: Es gibt spezielle Plugins, die Schema.org-Daten automatisch generieren. Google stellt außerdem einen kostenlosen Entwickler-Leitfaden bereit.
Gehalt angeben – ein echter Ranking-Booster
Gehaltsangaben wirken sich direkt positiv auf das Ranking aus. Der Grund: Sie erscheinen bereits in der Listenansicht – noch bevor der Bewerber klickt – und erhöhen so die Klickrate. Auch wenn Gehaltstransparenz im DACH-Raum kulturell noch unüblich ist: Es zahlt sich aus.
Die Stellenbeschreibung
Die Beschreibung muss zwei Ziele gleichzeitig erfüllen: Google überzeugen und Bewerber:innen begeistern. Da viele Nutzer:innen die Details schon in Google sehen, ohne auf deine Karriereseite zu klicken, muss alles Wichtige direkt in der Beschreibung stehen.
Bewährt hat sich dieser Aufbau:
- Kurzes Unternehmensprofil (2–3 Sätze)
- Aufgaben & Verantwortlichkeiten
- Anforderungsprofil (Must-have vs. Nice-to-have)
- Benefits & Vorteile (Gehalt, Flex-Work, Weiterbildung)
- Kontaktinformationen mit Ansprechpartner
Format: Nur Absätze und Aufzählungen verwenden – kein Fließtextblock, keine automatisch generierten Textbausteine, die nicht zur Stelle passen.
Technische Grundvoraussetzungen
- Ohne diese Basics kann Google die Anzeige nicht finden oder indexieren:
- Eigene URL pro Stellenanzeige
- Schnelle Ladezeiten und mobiloptimierte Website
- Google-Crawler nicht blockiert (robots.txt prüfen)
- Canonical-URL korrekt gesetzt
- Abgelaufene Stellen sofort entfernen oder validThrough auf vergangenes Datum setzen – abgelaufene Anzeigen verstoßen gegen Googles Richtlinien
Tipp: Mit dem Rich Results Test kannst du prüfen, ob deine Anzeige korrekt aufbereitet ist.
5. Wieviel kostet Google for Jobs?
Die Indexierung der Stellen bei Google for Jobs ist kostenlos. Kosten können aber entstehen, wenn du auf externe Plattformen zurückgreifst, die Stellen optimal für Google aufbereiten – zum Beispiel employy!GO, über das bis zu 3 Jobs kostenlos inseriert werden können.
Wer über die nötigen Programmierkenntnisse verfügt, kann Stellenangebote natürlich auch selbst auf der eigenen Website einrichten. Den kostenlosen Leitfaden von Google für Entwickler findest du HIER.
6. Kann man sich eine höhere Platzierung kaufen?
Nein. Bei Google for Jobs ist es momentan nicht möglich, sich eine bessere Position in der Ergebnisliste zu kaufen. Die Platzierung ergibt sich ausschließlich aus der Qualität, Vollständigkeit und technischen Aufbereitung der Anzeige.
Fazit
Google for Jobs bietet dir die Chance, deine Stellenanzeigen genau dort sichtbar zu machen, wo die Jobsuche heute beginnt – direkt bei Google. Wer seine Anzeigen sauber strukturiert, inhaltlich klar aufbereitet und technisch korrekt umsetzt, kann ohne Mediabudget deutlich mehr qualifizierte Bewerbungen generieren. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel ist das ein echter Wettbewerbsvorteil. Wenn du dir unsicher bist, ob deine aktuellen Stellen optimal für Google aufbereitet sind, lohnt sich ein genauer Blick, denn oft entscheiden kleine Details über große Unterschiede in der Sichtbarkeit.
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Marie
